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Business Model

Unser Geschäftsmodell

Schipfe 51 ist ein kuratierter Concept Store in der Zürcher Altstadt. Wir geben ausgewählten, vorwiegend lokalen und aufstrebenden Brands eine physische Verkaufsfläche und verbinden Retail mit Community. Das Sortiment wechselt saisonal, insbesondere im Modebereich ungefähr alle drei Monate. Der Store besteht aus zwei Räumen mit rund 15 m² im vorderen und rund 25 m² im hinteren Bereich. Die Fläche bietet Platz für ungefähr drei Fashion-/Textile-Brands und drei bis vier Accessoire-Brands gleichzeitig. Ergänzend können Künstler:innen Bilder oder Objekte ausstellen.

Übersicht

Business Model Canvas

Wertversprechen

Junge und kleinere Brands haben oft keine eigene attraktive Verkaufsfläche in zentraler Lage und möchten nicht sofort einen eigenen Laden finanzieren. Online-Brands benötigen reale Touchpoints, an denen Kund:innen die Produkte sehen, anfassen und anprobieren können. Kund:innen suchen neue, kuratierte Produkte und möchten nicht durch ein übergrosses, austauschbares Sortiment gehen. Brands brauchen neben Verkaufsfläche auch Sichtbarkeit, Content, Community und Möglichkeiten für Launches, Events und Workshops. Alle diese Bedürfnisse bündelt Schipfe 51 in einem kleinen, persönlich geführten Store.

Kundensegmente

Mode-, Design- und kulturinteressierte Kund:innen in Zürich. Besucher:innen der Zürcher Altstadt, die lokale und neue Produkte entdecken möchten. Aufstrebende Fashion- und Accessoire-Brands, insbesondere aus Zürich und der Schweiz. Online-/D2C-Brands, die einen physischen Retail-Touchpoint testen möchten. Künstler:innen und Kreative, die ihre Arbeiten in einem kuratierten Umfeld zeigen möchten. Communities und Workshop-Hosts, die einen zentralen, charaktervollen Raum für kleinere Formate suchen.

Vertriebskanäle

Direkte Ansprache und persönliches Netzwerk der Betreiber. Instagram, TikTok, wachsender Newsletter sowie Website und Online-Portfolio. Concept Store, Schaufenster, Opening Nights, Workshops, Launches und Partner-Events.

Kundenbeziehungen

Die Kundenbeziehungen bei Schipfe 51 sind auf persönliche Nähe und kontinuierliche Betreuung ausgelegt: Der Einstieg erfolgt über ein individuelles Gespräch (Call oder Kaffee) mit persönlicher Abstimmung von Fläche und Sortiment, gefolgt von laufender Betreuung im Store durch persönliche Beratung, wiederkehrende Community-Formate sowie enger Begleitung der Brands mit Restock auf Abruf, Monatsreport, Auszahlung und Verlängerungsoption bis zu 12 Monaten.

Wir legen Wert auf einen lockeren, aber professionellen Umgang mit unsere Kunden. Den Brands, die sich bei uns einmieten sowie den Endkund:innen, welche den Laden besuchen.

Konkurrenzanalyse

Im bisher erarbeiteten Material wurden keine zwei oder drei konkreten Konkurrenzunternehmen namentlich festgelegt. Für den Pitch sollten deshalb keine Namen erfunden werden. Als direkte Alternativen konkurriert Schipfe 51 jedoch mit folgenden Modellen:

  • Klassische Multi-Brand-Boutiquen
  • Pop-up-Stores / temporäre Showrooms
  • Online-/D2C-Verkauf

Schipfe 51 unterscheidet sich von klassischen Multi-Brand-Boutiquen, Pop-up-Stores und Online-/D2C-Verkauf dadurch, dass es dauerhaften physischen Raum mit saisonal rotierenden Marken verbindet und dabei Community, gemeinsames Verkaufsteam sowie persönliche Erlebnisse (Anprobe, Events, direkter Verkauf) schafft – etwas, das die Alternativen jeweils nur teilweise bieten: Boutiquen ohne Rotation/Community, Pop-ups ohne Dauerhaftigkeit, Online-Verkauf ohne physisches Erlebnis.
Als Vergleich sehen wir den AZUR Concept Store im Niederdorf und Die Macherei an der Europaallee. Beide bieten kuratiertes lokales Design. Schipfe 51 unterscheidet sich durch saisonal wechselnde Brands, fixe Flächenmieten plus Verkaufsprovision sowie die Kombination aus Retail, Kunst, Workshops und Community Events.

Einnahmequellen

Das Modell kombiniert planbare Fixeinnahmen mit erfolgsabhängigen Provisionen. Dadurch zahlen Brands für die physische Präsenz und Schipfe 51 verdient zusätzlich mit, wenn die Produkte erfolgreich verkauft werden. Für drei Textile-Brands und vier Accessoire-Brands entstehen im ersten Jahr CHF 10’000 fixe Brandmieten pro Standardmonat. Bei CHF 30'000 geplantem Warenumsatz und 20% Provision kommen CHF 6'000 Provisionserlös pro Monat hinzu. November und Dezember können grundsätzlich mit einem saisonalen Aufschlag von 30% auf die Fixmieten kalkuliert werden. Im aktuell verwendeten Mastermodell ist dieser Aufschlag jedoch noch nicht aktiv eingetragen; deshalb ist er in den aktuellen Jahreszahlen nicht enthalten.

Schlüsselressourcen

Concept Store Schipfe 51: ca. 40 m2, zwei Schaufenster, Einbauten und Eventfläche. Verkaufsteam, Community und Netzwerk sowie Social-Media- und Newsletter-Kanäle. Kasse und Zahlungssystem, Verpackung, Displays, Warenträger und Event-Infrastruktur.

Schlüsselaktivitäten

Labels kuratieren, Konditionen vereinbaren, Flächen einrichten und Produkte fotografieren. Laden öffnen, beraten, verkaufen, verpacken, nachbestellen und Sortiment pflegen. Events und Launches organisieren, Social Content ausspielen, monatlich reporten und abrechnen.

Schlüsselpartnerschaften

Teilnehmende Mode-, Textil- und Accessoire-Labels als Sortiments- und Eventpartner. Lokale Kreativszene, Communities sowie Veranstaltungs- und Kooperationspartner. Vermietung, Zahlungsanbieter und Lieferanten für Verpackung, Displays und Ladenbetrieb.

Kostenstruktur

Miete, Nebenkosten, Unterhalt und Versicherung der Ladenfläche. Personal für Verkauf, Beratung, Administration, Reporting und Abrechnung. Marketing und Content, Events, Kasse und Zahlungsgebühren, Verpackung und Ausstattung.

Schipfe 51 wird als GmbH geführt. Die vier Gründer:innen sind zu je 25% beteiligt. Die GmbH passt zum Modell, weil mehrere Personen gemeinsam Eigentümer:innen sind, Verantwortlichkeiten klar geregelt werden können und die Firma als eigenständige juristische Person gegenüber Vermieter, Brands, Kund:innen und Dienstleistern auftritt. Das Mindeststammkapital beträgt CHF 20'000. Bei vier gleich beteiligten Gründer:innen entspricht dies nominal CHF 5'000 pro Person. Das Kapital kann nach der Gründung für betriebliche Zwecke der GmbH eingesetzt werden. Bei Sacheinlagen gelten formelle Anforderungen. In den ersten zwei Jahren erhalten die vier Gründer:innen je CHF 1’500 pro Monat. Inklusive geschätzter Arbeitgeberkosten planen wir insgesamt mit rund CHF 7’680 Personalkosten pro Monat.

Zahlen & Planung

Finanzierung, Buchhaltung & Controlling

Finanzierung

Schipfe 51 wird als GmbH von vier Gründer:innen getragen. Die Startphase wird primär über Eigenmittel finanziert. Das laufende Geschäftsmodell soll sich über wiederkehrende Brandmieten, Verkaufsprovisionen sowie ergänzende Erlöse aus Workshops, Events und Kunst/Kooperationen selbst tragen. Für den Aufbau des Stores ist zusätzlich eine direkte Startinvestition von rund CHF 16'000 vorgesehen. Diese Mittel sind für Innenumbau, Einrichtung/Mobiliar, Computer, POS/Technik und weitere betriebliche Infrastruktur gedacht. Diese Investitionen werden in der Planung separat von den laufenden Betriebskosten betrachtet.

Buchhaltung

Die Buchhaltung wird digital geführt. Einnahmen aus Brandmieten, Verkaufsprovisionen, Workshops/Events und Kunst werden getrennt erfasst. Gleiches gilt für Löhne, Miete, Marketing, Eventkosten, Software, Versicherungen, Betriebsmaterial sowie Investitionen. Eine Gründerperson übernimmt Finance & Administration: Rechnungsstellung an Brands, Zahlungskontrolle, monatliche Verkaufsabrechnungen, Lohn- und Fixkostenkontrolle sowie Budget- und Liquiditätsübersicht. Jahresabschluss, Steuern, MWST und komplexe Lohn-, BVG- und Abschreibungsfragen werden mit einem Treuhandbüro abgestimmt.

Controlling

Umsatz:
Gesamtumsatz; Brandmieten; Verkaufsprovisionen; Workshop-/Event-Umsatz; Kunst-/Kooperationen.
Kosten:
Gesamtkosten; Gründerkosten; Miete; Ads; Eventbudget; Administration; übrige Fixkosten. Profitabilität:
Operatives Ergebnis; operative Marge; Reinvestitionsbudget; Ergebnis nach Reinvestition. Liquidität:
Bankbestand; Reserve; offene Forderungen; fällige Rechnungen; geplante Investitionen.
Brands:
Auslastung 3 Textile + 4 Accessoire-Plätze; Umsatz je Brand; Verlängerung; Leerstand.
Community:
Besucherfrequenz; Workshops/Events; Social-Reichweite; Website-Traffic; wiederkehrende Kund:innen.